Ein historischer Moment

Unter dem Namen „Lausitz Art of Building“ hatte das Team um Manfred Curbach am BMBF-Wettbewerb um ein Großforschungszentrum im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz teilgenommen. Letztlich unterlag man mit dem LAB im September 2022 aber knapp dem Deutschen Zentrum für Astrophysik. Genauso wie man nicht einfach aufhören kann zu bauen um Ressourcen einzusparen, so konnten die Initiatoren um Curbach nicht einfach damit aufhören an der Notwendigkeit eines Bauforschungszentrums festzuhalten. Erklärtes Ziel war es, das LAB als Schlüssel für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen vor Ort in der Lausitz anzusiedeln. Und dieses Ziel rückt jetzt in greifbare Nähe.

Aus LAB Lausitz wird LAB Living

Nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 17. November 2023 informierten am 20.11.2023 die beteiligten Partner in Bautzen zum Aufbau des nun umbenannten LAB – Living Art of Building. Der Bund stellt dafür in den kommenden fünf Jahren insgesamt 68,6 Millionen Euro bereit. Für Investitionen in den Aufbau in Sachsen haben zudem die Landkreise Bautzen und Görlitz zugesagt, mit Hilfe der Städte und Gemeinden bis zu 450 Millionen Euro ihrer Strukturwandelmittel zur Verfügung zu stellen.

Wie geht es nun weiter?

Ab 2024 soll der mehrjährige Aufbau des LAB beginnen. Nach der Aufbauphase sollen insgesamt rund 1.250 Wissenschaftler:innen in weltweit einmaligen Laboreinrichtungen forschen und entwickeln. Damit wäre das LAB das größte Forschungszentrum seiner Art. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie werden langfristig bis zu 40.000 Arbeitsplätze in und um das LAB herum entstehen.

Details

Ausrichtung

  • Die großen internationalen Forschungseinrichtungen beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Betrieb von Gebäuden. Beim LAB liegt der Fokus aber auf der Herstellung. Die Lösungen würden national, europäisch und international für neue Möglichkeiten beim Bauen sorgen.

Team

  • Das Team hinter dem LAB ist supradisziplinär und in seiner Zusammensetzung einmalig: Expert:innen aus Industrie, Architektur, Ingenieurwesen, Wirtschafts-, Kultur,- und Sozialwissenschaften sowie Nanotechnik, Material- und Werkstoffforschung, Informatik, Chemie und Stadtplanung.

Standorte

  • Im LAB wird es bundesweit mehrere Standorte geben, welche gemeinsam an der Umsetzung der Vision arbeiten werden. Weitere Informationen werden in Kürze an dieser Stelle bekannt gegeben.